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Advisory Board

Advisory Board in den Museen Dahlem, 2011; Foto: Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Advisory Board in den Museen Dahlem, 2011; Foto: Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Für die Neupräsentation der Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin im Humboldt Forum hat die Stiftung Preußischer Kulturbesitz das Advisory Board ins Leben gerufen, ein Beratungsgremium bestehend aus Museumsexperten aus aller Welt.

Im Advisory Board wirken internationale Museumsfachleute an der Weiterentwicklung des Ausstellungskonzeptes beratend mit, um eurozentristische Sichtweisen zu vermeiden und den Herausforderungen eines solchen Großprojekts zeitgemäß zu begegnen. Im April 2011 fand ein dreitägiger Workshop dieses Gremiums statt. In Podiumsdiskussionen wie auch in vielen Gesprächen wurden zahlreiche Anregungen gewonnen: Die Zusammenarbeit des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst sowie internationale Kooperationen vor allem mit den Herkunftskulturen wird im Humboldt-Forum noch verstärkt. Außerdem muss das Verhältnis von zeitgenössischer Kunst und den historischen Sammlungen neu überdacht werden, damit künftige Ausstellungen den historischen Sammlungsbestand verantwortungsvoll in seiner Zeit verorten, dabei aber gleichzeitig der globalisierten Welt und den gewandelten Beziehungen zu Herkunftsregionen und -kulturen Rechnung tragen.

 

 

Die Mitglieder des Advisory Board

George O. Abungu

Stellvertretender Vorsitzender, Büro des UNESCO Welterbe Komitee
George O. Abungu ist Inhaber und Generaldirektor von Okello Abungu Heritage Consultants. Er arbeitet als unabhängiger Berater für verschiedene Organisationen und Weiterbildungsprogramme in Afrika, Europa und in den USA. Von 1999 bis 2002 war er Generaldirektor des National Museum of Kenya, von 1996 bis 1999 Direktor regionaler Museen, Stätten und Denkmäler. Er war der erste Leiter von „Africa 2009“ und dem Museumsförderungsprogramm in Afrika, derzeit leitet er den Ständigen Internationalen Ausschuss zum illegalen Handel mit Antiquitäten. Er ist Mitglied im Vorstand des Internationalen Museumsrates ICOM und wurde kürzlich zum Delegierten der kenianischen Regierung für das UNESCO Welterbe Komitee gewählt.

Christoph Antweiler

Professor der Völkerkunde, Leiter der Abteilung Südostasiatische Studien am Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Christoph Antweiler ist Professor der Anthropologie an der Universität Bonn, wo er die Abteilung Südostasiatische Studien leitet. Zuvor führte er das Zentrum für Ostasien-Pazifik-Studien an der Universität Trier und die Arbeitsgruppe für Entwicklung und Anthropologie. Von 1993 bis 1995 arbeitete Antweiler als Geschäftsführer der Arbeitsgruppe für Entwicklung und Anthropologie. Von 1991-1992 besuchte er Makassar in Sulawesi/Indonesien, um Untersuchungen vor Ort durchzuführen.

Claudia Augustat

Leiterin der Südamerika-Abteilung am Museum für Völkerkunde, Wien
Claudia Augustat wurde im Juli 2004 Leiterin der Abteilung Südamerika am Museum für Völkerkunde in Wien. Sie studierte Ethnologie, Kunstgeschichte und orientalische Kunstgeschichte an der Universität Bonn. In den Jahren 2002 und 2004 wurde sie am Ethnologischen Museum Berlin zur wissenschaftlichen Museumsassistentin ausgebildet. Von 1999 bis 2000 führte sie Vor-Ort-Studien an der Volksgruppe der Piaroa im venezolanischen Bundesstaat Amazonas durch. Augustat war 1994 Kuratorin der amerikanischen Sammlungen am Museum der Weltkulturen in Frankfurt/Main.

Milo C. Beach

Ehemaliger Direktor der Freer and Sackler Galleries, Smithsonian Institut, Washington D.C.
Milo C. Beach ist ehemaliger Direktor der Freer and Sackler Galleries, Smithsonian Institut, Washington D.C. Er ist ein renommierter Wissenschaftler auf dem Gebiet der südasiatischen Malerei und Autor einer Vielzahl von Büchern und Aufsätzen. Lange Zeit lebte und studierte Beach in Indien und bekleidete das Amt des Kurators an der Walters Art Gallery in Baltimore sowie am Fogg Art Museum der Harvard University. Er schreibt regelmäßig Beiträge für Fachtagungen und -journale und hält Vorlesungen an Universitäten, Museen und anderen Einrichtungen auf der ganzen Welt.

Elizabeth Hill Boone

Professorin, Martha and Donald Robertson Lehrstuhl in lateinamerikanischer Kunst am Newcomb Art Department der Tulane University, New Orleans
Elizabeth Hill Boone ist Leiterin des Newcomb Art Department der Tulane University in New Orleans und dort seit 1994 als Professorin tätig. Von 1980 bis 1983 war sie Kuratorin der präkolumbischen Sammlungen in Dumbarton Oaks. Zuvor arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für das Forschungszentrum Kunst der University of Texas in San Antonio. Sie promovierte über die präkolumbische Kunst und Geschichte.

Clara Isabel Botero

Anthropologin an der Universidad de los Andes, Bogotá, Kolumbien
Clara Isabel Botero ist Anthropologin an der Universidad de los Andes in Bogotá, Kolumbien. Sie ist die ehemalige Direktorin des Goldmuseums der kolumbianischen Zentralbank Banco de la República in Bogotá und leitete Neukonzeption und -präsentation des Goldmuseums (Museo del Oro). Sie arbeitete bereits am kolumbianischen Institut für Anthropologie und betreute die Gestaltung der neuen Räumlichkeiten der ethnografischen und archäologischen Abteilungen des Staatlichen Museums.

Dawn Casey

Direktorin des Powerhouse Museum, Sydney
Dawn Casey ist Direktorin des Powerhouse Museum in Sydney und Professorin an der University of Technology in Sydney und an der University of Queensland. Von 2005 bis 2007 leitete sie das Western Australian Museum. Sie genießt sowohl nationales als auch internationales Ansehen für ihre Arbeit als Direktorin des National Museum of Australia, dessen Aufbau und Einrichtung sie leitete. Es wurde 2001 eröffnet und stellt ein Projekt anlässlich des 100. Jubiläums der australischen Föderation dar. Zu Caseys beruflichen Eckpfeilern gehört weiterhin ihr vielfältiges Engagement bei indigenen Projekten und Programmen und rund um das australische Kulturerbe

Dipesh Chakrabarty

Lawrence A. Kimpton Distinguished Service Professor in Geschichte, südasiatischen Sprachen & Kulturen und am College, The University of Chicago
Dipesh Chakrabarty ist Professor für Geschichte, südasiatische Sprachen und Kulturen sowie am College der University of Chicago. Außerdem hat er eine Ehrenprofessur bei der School of Historical Studies an der University of Melbourne in Australien inne. Er ist Gründungsmitglied der Redaktionsgemeinschaft von Subaltern Studies, Mitherausgeber von Critical Inquiry und erster Herausgeber von Postcolonial Studies. In seiner derzeitigen Forschungsarbeit beschäftigt sich Chakrabarty mit der Entwicklung der Geschichte als Berufsbild in Südasien in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts und ihrer Beziehung zum öffentlichen Leben. Außerdem forscht er über die sich verändernde Massenpolitik auf dem Subkontinent.

Vishakha N. Desai

Vorsitzende der Asia Society
Vishakha N. Desai ist Vorsitzende der Asia Society. Als Direktorin des Museums und Verantwortliche für kulturelle Programme dieser Gesellschaft leitete sie die Neugestaltung des New Yorker Hauptsitzes und inszenierte dessen Eröffnungsprogramm im Jahre 2001. Vor ihrer Arbeit für die Asia Society war Desai Kuratorin der Abteilungen indische, südostasiatische und islamische Kunst am Museum of Fine Arts in Boston. Als Kapazität auf dem Gebiet der klassischen indischen Kunst genießt Desai internationales Ansehen für die Präsentation zeitgenössischer asiatischer Kunst vor einem breiten Publikum sowie für deren Nutzung zur Beleuchtung geschichtlicher Strömungen und ihren Einfluss auf die Entwicklung der heutigen Gesellschaft.

Steven Engelsman

Direktor des Museums für Völkerkunde, Wien
Steven Engelsman ist seit 2012 Direktor des Museums für Völkerkunde in Wien. Vorher stand er mehr als 15 Jahre dem Museum für Völkerkunde in Leiden, Niederlande, vor. Seit er dieses Amt im Jahre 1992 übernahm, ist das Museum mehrfach grundlegend umgestaltet worden: Aus der ehemals staatlichen ist eine eigenständige Einrichtung geworden, die Verwaltung der Sammlungen wurde modernisiert, die Museumsbauten und seine Dauerausstellungen wurden vollständig neugestaltet. Engelsman gehört zu den Gründern des Netzwerks ASEMUS aus asiatischen und europäischen Museen. Zuvor arbeitete er als stellvertretender Direktor des Staatlichen Museums der Wissenschaftsgeschichte der Niederlande.

Katharina Epprecht

Stellvertretende Direktorin des Museums Rietberg, Zürich
Katharina Epprecht war am Museum Rietberg in Zürich ab 1998 als Kuratorin für japanische Kunst tätig. Im Jahre 2007 wurde sie stellvertretende Direktorin und ist seitdem für sämtliche Abteilungen des Museums verantwortlich. Epprecht hat bereits eine Vielzahl von Ausstellungen in verschiedenen Bereichen japanischer Kunst für das Museum Rietberg aufgebaut und umgesetzt; hierzu zählt die Eröffnungsausstellung des neuen Museumsanbaus im Jahre 2007, in der frühe buddhistische Skulpturen aus dem 7. bis 14. Jahrhundert gezeigt wurden. In den vergangenen Jahren beschäftigte sie sich speziell mit den Einflüssen traditioneller japanischer Kunst und Ästhetik in der Gegenwart.

William Fitzhugh

Kurator der Archäologie und Direktor des Zentrums für Arktisstudien der anthropologischen Abteilung, Smithsonian National Museum of Natural History, Washington, D.C
Der Anthropologe William Fitzhugh ist Direktor des Zentrums für Arktisstudien am Smithsonian. Er ist Kurator der arktischen und subarktischen Sammlungen am Smithsonian Institut des National Museum of Natural History in Washington, D.C.

Jacques Giès

Direktor des Musée Guimet (Staatliches Museum für asiatische Kunst) in Paris
Jacques Giès ist Direktor des Musée Guimet in Paris. Er ist gleichzeitig als Kurator des Museums tätig ist und leitet die Abteilung der chinesischen und zentralasiatischen Kunst. Er hat bereits eine ganze Reihe von Ausstellungen kuratiert, darunter im Jahr 2010 eine große Schau zum Taoismus. Außerdem lehrt er regelmäßig an Universitäten. Er wurde 1993 leitender Restaurator des Musée Guimet und übernahm außerdem die Leitung über die Neueinrichtung mehrerer Galerien.

Michael Gilsenan

Direktor des Hagop Kevorkian Zentrums für Nahoststudien, New York
Michael Gilsenan ist Direktor des Hagop Kevorkian Zentrums für Nahoststudien in New York und Professor für Nahost- und Islamforschung an der University of New York (NYU). Von 1996 bis 2004 war er Leiter der Nahostforschungsabteilung an der University of New York. Zuvor hatte er den Khaled bin Abdullah Al Saud Lehrstuhl zu Studien der zeitgenössischen arabischen Welt am Magdalena College von Oxford inne. Jüngst arbeitete er in Singapur (mit zwischenzeitlichen Reisen nach Java und Penang), wo er Forschungen zur arabischen Migration nach Südostasien seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts betrieb. Er befasste sich auch bereits in Ägypten mit Feldforschung über die Soziologie der Sufi-Bruderschaft sowie im Libanon über Gewalt und Hierarchie in einer nordlibanesischen Region.

Hans Peter Hahn

Professor am Institut für Ethnologie, Goethe Universität, Frankfurt/Main
Peter Hahn bekleidet das Amt des Professors für Ethnologie an der Goethe Universität in Frankfurt. Er ist momentan der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde. Von 1997 bis 2000 leitete er die Kooperation mit dem Staatlichen Museum von Togo in Lomé. Innerhalb dieser Zusammenarbeit organisierte er verschiedene Workshops in Togo über Ausstellungsdidaktik und die Werterhaltung von Sammlungen und leitete im Jahr 2000 die Einrichtung eines regionalen Museums in der nördlichen Provinz von Togo, Dapaong. Von 1997 bis 2007 war er Lehrbeauftragter an der Universität von Bayreuth, wo er Forschungsarbeit über Konsum und Migration in Burkina Faso betrieb. Hahn ging der Frage nach, wie sich weltweite Konsummuster im ländlichen Leben der westafrikanischen Savannen widerspiegeln.

Jyotindra Jain

Professor an der School of Arts and Aesthetics an der Jawaharlal Nehru University, Delhi
Jyotindra Jain war von 1984 bis 2000 Direktor des Kunsthandwerksmuseums in Delhi. In dieser Position ließ er traditionelle Kunst- und Handwerksfertigkeiten Indiens wieder lebendig werden, unter ihnen auch solche aus den Stammesregionen. Er lud Vertreter der traditionellen Künste und Kunsthandwerker aus ganz Indien nach Delhi ein und zeigte ihre Arbeiten in völlig neuartigen Ausstellungen, womit er ihnen die gleiche Ehre und Aufmerksamkeit zuteil werden ließ, die üblicherweise „moderne“ Künstler genießen. Jain räumt auf mit Vorurteilen in Bezug auf Handwerk und Kunst, Tradition und Moderne, „hohe“ und „niedrige“ Kultur. Derzeit ist Jyotindra Jain als Gastprofessor an der School of Arts and Aesthetics an der Jawaharlal Nehru University in Delhi. Von 2000 bis 2008 war er an der School of Arts and Aesthetics Direktor und Professor, von 2008 bis 2010 leitete er das Indira Gandhi National Centre for the Arts, eine Kunstakademie in Delhi.

Margaret Kartomi

Professorin für Musik an der Monash University, Australien
Margaret Kartomi ist Professorin für Musik an der Monash University in Australien. Sie war von 1993 bis 2003 nebenamtliche Geschäftsführerin der Internationalen Gesellschaft für Musikwissenschaft. Kartomi wurde im Jahre 1982 in die australische Akademie der Wissenschaften aufgenommen und ist seit 2004 korrespondierendes Mitglied der Amerikanischen Gesellschaft für Musikwissenschaft. Sie ist Expertin für die traditionelle Musik aus Sumatra, Indonesien und führend auf dem Gebiet der Musikethnologie. Ihre Forschungen sind vielschichtig, sie hat bereits Veröffentlichungen über traditionelle Musik aus Indonesien, China, Malaysia und Aboriginesmusik aus Australien vorgelegt. In jüngster Zeit hat Frau Professor Kartomi ihre seit langem bestehenden Forschungen über die traditionelle Musik aus Sumatra wieder aufgenommen. Sie hat viele Studienreisen für Untersuchungen vor Ort unternommen. Als erste war sie es, die in der Sumatraprovinz Aceh das musikalische Leben der Achinesen erforschte.

Hyonjeong Kim-Han

Kuratorin für koreanische Kunst am Asian Art Museum, San Francisco
Hyonjeong Kim-Han ist Kuratorin für koreanische Kunst am Asian Art Museum in San Francisco und Leiterin der Abteilung koreanische Kunst des Museums. Bis 2010 war sie Co-Kuratorin der chinesischen und koreanischen Kunst am Los Angeles County Museum of Art. Ihr oblag die Einrichtung der neuen Galerien koreanischer Kunst des Museums, die im Jahr 2009 eröffnet wurden. Es ist allgemein bekannt, dass das LACMA über die umfangreichste Sammlung koreanischer Kunstobjekte außerhalb von Asien verfügt. Kim ist im Besonderen Expertin für koreanische Malerei des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts, verfolgt aber stets den Ansatz einer kritischen Kunstbetrachtung, um sie aus einer interkulturellen und interdisziplinären Perspektive zu erfassen. Sie war Kuratorin der großen Sommerausstellung des LACMA im Jahr 2009, die unter dem Titel „Your Bright Future: 12 Contemporary Artists From Korea“ (Deine leuchtende Zukunft: 12 zeitgenössische Künstler aus Korea) lief.

Lee Chor-Lin

Direktorin des National Museum of Singapore
Lee Chor-Lin ist Direktorin des National Museum of Singapore. Bis zum Jahr 2003 war sie am Museum asiatischer Kulturen leitende Kuratorin für die chinesischen und die südostasiatischen Sammlungen. Als Direktorin des National Museum nahm sie grundlegende Umgestaltungen der damals 116 Jahre alten Einrichtung vor. Die Wiedereröffnung fand im Dezember 2006 statt; nun ist das National Museum of Singapore nicht nur das älteste, sondern auch das größte und modernste Museum Singapurs. Chor Lin wirkte bei der Neubelebung der Museumskultur von Singapur entscheidend mit, indem sie innovative Programme mit spektakulären internationalen Ausstellungen ins Leben rief, wie z. B. die griechischen Meisterwerke aus dem Louvre, die altägyptische und die aktuelle Pompei-Ausstellung; außerdem Veranstaltungen wie das Night Festival.

Lothar Ledderose

Professor Emeritus für ostasiatische Kunst am Institut für Kunstgeschichte Ostasiens der Universität Heidelberg
Lothar Ledderose ist Professor für ostasiatische Kunstgeschichte an der Universität Heidelberg und Dekan der dortigen Philosophisch-Historischen Fakultät. Er war Forscher am Institut für die Kultur des Orients an der Universität Tokio (1973-1975) und beim Museum für Asiatische Kunst in Berlin (1975-1976). Er ist korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts und der British Academy. Er ist Vorstandsmitglied der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft. 1986 war er Präsident des ICANAS (Internationaler Kongress zur Forschung in Asien und Nordafrika) in Hamburg.

Jeong-hee Lee-Kalisch

Professorin für ostasiatische Kunstgeschichte am Institut für Kunstgeschichte der Freien Universität Berlin
Jeong-hee Lee-Kalisch ist Professorin für ostasiatische Kunstgeschichte am Institut für Kunstgeschichte der Freien Universität Berlin. Seit 2006 gehört sie zum Kuratorenteam der Deutschen Gesellschaft für Ostasiatische Kunst. Von 2002 bis 2007 war sie Leiterin des Ausstellungsprojekts „Tibet – Schätze aus tibetanischen Klöstern“ des Museums für Asiatische Kunst in Berlin, von 1995 bis 2000 leitende Kuratorin des Ausstellungsprojekts „Korea: Die Alten Königreiche“, dessen Träger die Kulturstiftung Ruhr, die Hypo-Kulturstiftung und das Rietberg Museum in Zürich waren. Von 1989-1990 war Lee-Kalisch Kuratorin am Museum für Ostasiatische Kunst in Köln.

Albert Lutz

Direktor des Museums Rietberg, Zürich
Albert Lutz, Direktor des Museums Rietberg in Zürich seit 1998, ist als Kurator der dortigen China-Abteilung tätig. Das Museum Rietberg beherbergt eine bedeutende Sammlung von Kunstwerken aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien. Es ist das einzige Schweizer Museum für außereuropäische Kulturen und verdankt seine internationale Reputation den erlesenen Sammlungen. In Zusammenarbeit mit kulturellen Einrichtungen weltweit organisiert das Museum zwei oder drei größere Ausstellungen pro Jahr, zu denen jeweils auch ein großes Angebot an Aktivitäten für das Publikum gehört. Im Jahre 2007 wurde die spektakuläre, überwiegend unterirdisch gebaute Erweiterung des Museums eröffnet. Auf diese Weise wurde nicht nur die Ausstellungsfläche verdoppelt, sondern die Exponate werden auch auf eine völlig neue Art und Weise präsentiert.

Stéphane Martin

Generaldirektor des Musée du quai Branly, Paris
Stéphane Martin wurde im Jahre 1998 zum Generaldirektor des staatlichen Musée du quai Branly ernannt. Von 1986-1989 leitete er die Kommission zur Kontrolle des Haushalts und der öffentlichen Einrichtungen in der Republik Senegal. Er bekleidete eine Vielzahl von Ämtern im Bereich Kultur – hervorzuheben sind dabei das des Generaldirektors des Georges-Pompidou-Zentrums von 1989 bis 1990, die Position des Direktors Musik und Tanz von 1993 bis 1995, des Direktors des Büros Philippe Douste-Blazy und das Kulturministeramt von 1995 bis 1997. Er war gleichzeitig Vizepräsident des Verbandes des Musée de l’Homme, des Arts et des Civilisations. Seit 1998 leitet er zudem das Ensemble Intercontemporain.

Julian Raby

Direktor der Freer Gallery of Art and Arthur M. Sackler Gallery (Smithsonian Institution), Washington, D.C.
Julian Raby wurde im Jahre 2002 zum Direktor der Freer Gallery of Art and Arthur M. Sackler Gallery ernannt. Er beteiligte sich an so populären Ausstellungen wie “Encompassing the Globe: Portugal and the World in the 16th and 17th Centuries” (Den Globus umfassen: Portugal und die Welt im 16. und 17. Jahrhundert) (2007), die die höchste durchschnittliche Besucherzahl pro Tag in der Geschichte der Galerie erzielte. Zudem war Raby schon als Kurator, Konzeptgestalter und Berater für eine ganze Reihe von Museumsausstellungen sowohl in den Vereinigten Staaten als auch im Ausland tätig. Hervorzuheben hierbei ist das Projekt „Iznik, The Pottery of Ottoman Turkey“ (Iznik, Töpferkunst im Osmanisch-Türkischen Reich) des Museums für türkische und islamische Kunst in Istanbul (1989). Raby verfügt ebenfalls über einen reichhaltigen Erfahrungsschatz auf dem Gebiet der Publikationen und tat sich bereits als Autor, Verleger und Herausgeber bei der Asienforschung hervor.

Lawrence Rosen

William Nelson Cromwell Professor der Anthropologie, Princeton University
Lawrence Rosen hat die William Nelson Cromwell Professur der Anthropologie an der Princeton University inne und ist außerordentlicher Professor für Rechtswissenschaft an der Columbia Law School. Als Anthropologe hat er bisher hauptsächlich zum gesellschaftlichen Leben in Nordafrika und Arabien sowie zu islamischem Recht geforscht; als Anwalt wiederum kümmert er sich vor allem um die rechtlichen Belange von Indigenen und sozialrechtliche amerikanische Themen. Er ist Mitglied des Obersten Gerichts des Staates North Carolina und des Supreme Court der USA. Er gehört zu den ersten Preisträgern des MacArthur Awards, und seine Arbeit wurde bereits durch die Guggenheim Foundation (die Guggenheim-Stiftung), The National Endowment for the Humanities (staatliche Stiftung in den Vereinigten Staaten zur Förderung der Geisteswissenschaften) sowie von der National Science Foundation (Einrichtung der US-Regierung zur finanziellen Unterstützung von Forschung und Bildung) gefördert. Er hat bereits umfangreiche Forschungsarbeiten in Marokko, Tunesien und Malaysia über die staatlichen Rechtssysteme, das Gerichtswesen und ähnliche Themenbereiche vorgenommen.

Jette Sandahl

Direktorin des Københavns Museum, Kopenhagen
Jette Sandahl ist Direktorin des städtischen Museums in Kopenhagen (Københavns Museum). Zuvor bekleidete sie das Amt der Direktorin im Te Papa Tongarewa Museum in Wellington, Neuseeland. Als erste Direktorin des Staatlichen Museums der Weltkulturen (Världskulturmuseet) von Göteborg in Schweden entwickelte und testete sie neuartige Ausstellungsstrategien und verlinkte das Museum mit einem weltweiten Netzwerk von Künstlern und Ausstellern. Auch im städtischen Museum von Kopenhagen hat sie vor, neue Konzepte unter Verwendung innovativer Strategien umzusetzen.

Adele Schlombs

Direktorin des Museums für Ostasiatische Kunst, Köln
Adele Schlombs ist seit 1991 Direktorin des Museums für Ostasiatische Kunst in Köln. Außerdem arbeitet sie als Dozentin für chinesische und japanische Kunst am kunstgeschichtlichen Institut der Kölner Universität. Seit dem Jahr 1991 kuratierte sie bereits zahlreiche Ausstellungen über chinesische, koreanische und japanische Kunst am Museum für Ostasiatische Kunst von Köln, wobei einige davon internationale Leihgaben von Museen und Privatsammlungen zeigten, andere wiederum Themenschauen der museumseigenen Objekte darstellten. Adele Schlombs trug die Verantwortung bei der Erweiterung und Modernisierung der Galerie von 1993 bis 1995. Seit 2006 entwarf sie mehrere Sonderausstellungen (The Heart of Enlightenment: Buddhist Art from China 550-600, Das Herz der Erleuchtung: Buddhistische Kunst in China 550-600; Surimono: The Art of Allusion, Surimono: Die Kunst der Anspielung).

Klaus Schneider

Direktor des Rautenstrauch-Joest-Museums – Kulturen der Welt, Köln
Klaus Schneider ist der geschäftsführende Direktor des Rautenstrauch-Joest-Museums – Kulturen der Welt in Köln sowie Ehrenprofessor am Institut für Ethnologie der Universität Köln. Er war früher Vizedirektor des Museums für Völkerkunde Hamburg. Er erarbeitete das Konzept für ein neues Gebäude und setzte das Projekt erfolgreich um; der Neubau eröffnete im Jahr 2009. Im Rahmen seiner Arbeit als Anthropologe forschte Schneider viele Jahre lang in Westafrika.

Anthony Shelton

Direktor des Museum of Anthropology an der University of British Columbia, Vancouver
Anthony Shelton ist Direktor des Museum of Anthropology an der University of British Columbia in Vancouver sowie Professor für Anthropologie und außerordentlicher Professor für Kunstgeschichte, visuelle Kultur und Theorie an der University of British Columbia. Zuvor wirkte er als Leiter der Sammlungen sowie der Forschungs- und Entwicklungsarbeit am Horniman Museum in London. Seine Forschungsgebiete reichen von den theoretischen Grundlagen der Anthropologie bis hin zur Eingliederung von lateinamerikanischen Kunstobjekten in Sammlungen der westlichen Welt. Seine aktuelle Arbeit umfasst die Entwicklung und Institutionalisierung von visueller Kultur in Yucatan im 19. und 20. Jahrhundert.

Yukiko Shirahara

Leitende Kuratorin am Nezu Institut für bildende Kunst in Tokio
Yukiko Shirahara ist leitende Kuratorin am Nezu Institut für bildende Kunst von Tokio in Japan. Zuvor war sie als Kuratorin für asiatische Kunst am Seattle Art Museum in den USA tätig. Das Nezu Museum, eines der bedeutendsten Privatmuseen Japans mit großen Beständen japanischer und chinesischer Kunstgegenstände, wurde in den Jahren 2006 bis 2009 komplett umgebaut. Shirahara ist Expertin für buddhistische und Shinto-Malerei. Am SAM organisierte sie die bahnbrechende Ausstellung „Japan präsentiert sich dem Westen: Japanische Kunst des 16.-19. Jahrhunderts aus dem städtischen Museum Kobe“. In den Jahren 1991 bis 2000 arbeitete sie neben der Fertigstellung ihrer Doktorarbeit in Teilzeit als Assistenzkuratorin und Bibliothekarin für das Nezu Institut für bildende Kunst in Tokio. Hier unterstützte sie die Planung und Präsentation von etwa 30 Ausstellungen.

Samuel Sidibé

Direktor des Musée National du Mali
Samuel Sidibé ist Direktor des Musée National du Mali und einer der führenden Köpfe, wenn es um das kontrovers betrachtete Thema der Rückforderung von Kunstwerken geht, die sich heute in Staaten der nördlichen Hemisphäre befinden. Von 2001 bis 2003 engagierte sich Sidibé bei der grundlegenden Sanierung mit gleichzeitigem Ausbau des Staatlichen Museums. Diese Erweiterung ermöglicht nicht nur das Ausstellen des malischen Kulturerbes in größerem Umfang, sondern gehört auch zur generellen Strategie des Museums, sich auch zeitgenössischen Werken zu öffnen. Diese Ausrichtung nahm im Jahre 2007 bei der Organisation einer bedeutenden Ausstellung regionaler zeitgenössischer Kunst anschauliche Formen an; sie vereinte Künstler und Werke aus Nordafrika mit solchen, die aus dem Bereich südlich der Sahara stammen. Im gleichen Jahr wurde das Museum unter Sidibés Leitung mit dem Prince Claus Preis 2007 ausgezeichnet, der in Anerkennung seiner Bemühungen bei der Bekämpfung des illegalen Handels mit Kulturgütern verliehen wurde.

Huhana Smith

Leiterin der Maoriforschung am Centre for Ecological Economics der Massey University, Palmerston North
Huhana Smith ist Künstlerin, Malerin, Wissenschaftlerin und Umweltaktivistin, die seit langem vielfältige Verbindungen zur Massey University in Palmerston North und Wellington pflegt. Sie war leitende Kuratorin des Bereiches Maorikultur am Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa bis zum Dezember 2009. In dieser Position beschäftigte sie sich aktiv mit der gesamten Komplexität der Forschungsarbeit rund um die Maorisammlung (Taonga) sowohl für Veröffentlichungen und Ausstellungen als auch für Onlinesammlungen und internationale Ausstellungen. Ihr Interesse und ihre Forschung gelten aber auch der zeitgenössischen Maorikunst/dem Gebiet der Visualkultur. Huhana trat von ihrem Amt am Museum Ende 2009 zurück, um sich der Leitung der Forschungsarbeiten zu widmen, die für „Manaaki Taha Moana: Enhancing Coastal Ecosystems for Iwi“ (Manaaki Taha Moana: Bessere Küstenökosysteme für die Iwi) 2010-2015 geleistet werden muss. Huhana arbeitet seit dem Jahr 2000 aktiv an der Rettung und Erneuerung schrumpfender Ökosysteme in den Küstenregionen mit.

Nicholas Thomas

Direktor des Museum of Archaeology and Anthropology, Cambridge
Nicholas Thomas ist Direktor des Museum of Archaeology and Anthropology in Cambridge. Er hatte bereits Professuren an der Australian National University und am Goldsmiths College in London inne. Thomas reiste erstmals 1984 nach Polynesien, um auf den Marquesas-Inseln für seine Doktorarbeit zu forschen; später arbeitete er in Fidschi und Neuseeland, aber auch in vielen Archiven und an einer Reihe von Museumssammlungen in Europa, Nordamerika und im Pazifikraum. Außerdem schrieb er viel über Kunst, Reisen, Geschehnisse während der Kolonialisierung und über zeitgenössische Kultur im Pazifikraum. Zu seinen Ausstellungen gehören „Skin Deep: A History of Tattooing“ (Unter die Haut: Die Geschichte des Tätowierens) für das National Maritime Museum in London und Cook´s Sites“ (Die Stätten Cooks), eine Zusammenarbeit mit dem neuseeländischen Fotografen Mark Adams für das Museum of Sidney.

Melanie Trede

Professorin für Geschichte der japanischen Kunst am Institut für ostasiatische Kunstgeschichte der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Melanie Trede ist Professorin für Geschichte der japanischen Kunst an der Universität Heidelberg. Sie lehrte zwischen 1999 und 2004 an der Columbia University und am Institute of Fine Arts der New York University. Trede hatte im Jahr 2003 ein Forschungsstipendiat an der Gakushuin Universität in Tokio und bekam für 2011 und 2012 die Toyota Gastprofessur am Center for Japanese Studies an der University of Michigan in Ann Arbor. Sie erforscht und veröffentlicht unter anderem rund um Bilderzählungen, geschlechtsspezifische Themen und Kunstgeschichte, Entwicklung der Sammlungen, Kunstgeschichtsschreibung und -terminologie. Momentan arbeitet sie an zwei Projekten, die sich mit politischer Ikonografie von Bilderzählungen in Japan zur Zeit des Mittelalters sowie mit Strategien der Kunstausstellungen von Japan und Deutschland in den Dreißiger- und Vierzigerjahren des 20. Jahrhunderts befassen.

James C. Watt

Brooke Russell Astor Chairman des Department of Asian Art am Metropolitan Museum of Art, New York
James C. Y. Watt ist der Brooke Russell Astor Chairman des Department of Asian Art am Metropolitan Museum. Er arbeitet seit 25 Jahren für das Museum. Zuvor war er Kurator der asiatischen Kunst am Museum of Fine Arts in Boston (1981-85) sowie von 1971-81 Kurator der Kunstgalerie der chinesischen Universität Hong Kong. Watt plante und gestaltete die Charlotte C. Weber Galleries für Kunst des Antiken China, die im Jahre 1987 eröffneten, außerdem die 1997 eröffneten Florence and Herbert Irving Galleries für chinesische ornamentale Kunst. Zudem organisierte er eine ganze Reihe von Ausstellungen des Metropolitan Museum of Art.

Tobias Wendl

Professor am Kunsthistorischen Institut, Abteilung Kunst Afrikas, Freie Universität Berlin
Tobias Wendl ist Professor am Institut für Kunstgeschichte der Freien Universität Berlin. Noch vor Kurzem war er als Direktor des Iwalewa-Hauses des Afrikazentrums der Universität Bayreuth tätig. Schon seit 1981 bereist er immer wieder Afrika und verbrachte mehr als vier Jahre mit Forschungsarbeiten in Ländern wie Ghana, Togo, Benin, Nigeria, Elfenbeinküste, Burkina Faso, Mali, Senegal und Südafrika. In seiner Dozentenkarriere lehrte er an den Universitäten von München, Köln, Frankfurt, Bayreuth und Berlin. Er hat eine ganze Reihe Bücher, Dokumentationen, wissenschaftliche Aufsätze und Ausstellungen verfasst und herausgegeben. Er befasst sich mit zeitgenössischer Kunst, Medienforschung, Kino, Breiten- und Stadtkultur, Musik und Religion.

Manuelito Wheeler

Direktor des Navajo Nation Museum, Window Rock, Arizona
Manuelito Wheeler wurde im Gebiet der Navaho-Indianer geboren und wuchs auch dort auf. Er ist heute Direktor des Navajo Nation Museum in Window Rock, Arizona und leitet das Stammesmuseum seit dem Jahr 2008. Er stellte mit seinen Mitarbeitern bereits mehr als zehn Ausstellungen ohne externe Zuschüsse und Unterstützung zusammen. Wheeler verfügt über mehr als zwölf Jahre an Erfahrung auf dem Gebiet der Ausstellungsentwicklung, das heißt Konzeption, Gestaltung, Aufbau und Einrichtung. Vor diesem Amt arbeitete Wheeler über zehn Jahre am Heard Museum in Phoenix, Arizona, wo er sich von der Stelle eines Zimmermanngehilfen schließlich bis zum Kreativchef hocharbeitete. In seiner Zeit am Heard Museum richtete er mehr als 75 verschiedene Ausstellungen ein, unter ihnen Wanderausstellungen von der Smithsonian Institution und dem Autry Museum.

Jay Xu

Direktor des Asian Art, Chong-Moon Lee Center for Asian Art and Culture, San Francisco
Jay Xu ist Direktor des Asian Art Museum in San Francisco. Er ist Experte der chinesischen Antike und ein Kurator, der sich der Weitergabe seines weitreichenden Wissensschatzes über asiatische Kunst an ein großes Publikum verpflichtet fühlt. Er ist seit 2006 Pritzker Chaiman am Department of Asian and Ancient Art am Art Institute of Chicago. Zuvor arbeitete er seit 2003 als Pritzker Kurator für asiatische Kunst, davor wiederum war er als Leiter der Abteilung für asiatische Kunst am Seattle Art Museum tätig. Vor seiner Ernennung dort gehörte Xu zur Abteilung asiatischer Kunst des Metropolitan Museum of Art in New York.